Im folgenden geben wir Dir einen kurzen Einblick in das Handwerkszeug einen Jugendleiters, um vor allem während der Welcome4Kidz und Fun4Kidz Zeiten gut agieren zu können.
Gerade in diesen Radzeiten steht das Spiel im Vordergrund. Daher haben wir Dir hier ein paar Ansatzpunkte für “das Spiel” zusammengefasst.
Spiele
Es gibt viele verschiedene Situationen, in denen du Spiele einsetzen kannst. Hier einige Beispiele:
Damit ein Spiel richtig funktioniert und allen Spaß macht, gibt es viele Sachen zu beachten. Das fängt bei der Planung an hört bei der Durchführung auf. Und um das und vieles mehr geht es in dem folgenden Artikel.
Planung
Die richtige Planung ist für ein Spiel sehr wichtig, Du solltest bei deiner Vorbereitung deshalb folgende Fragen durchgehen:
Die Rolle des Spielleiters
Nachdem ihr im Team überlegt habt, wer die Spiele anleitet, solltet ihr Spiele aussuchen, bei denen sich der/die Spielleiter*in selbst wohlfühlt bzw. die einem selbst viel Spaß machen (wegen der Motivation!). Der/die Spielleiter*in sollte sich selbst als Mitspieler-in einbringen. Dazu kommende Teilnehmer-innen sollten ins Spiel mit einbezogen werden oder es sollte zu einem neuen Spiel übergeleitet werden. Der/die Spielleiter*in muss die Person im Team sein, welche sich bei den Spielen am sichersten ist. Das heißt, wenn du Spielleiter-in bist, solltest du immer mehrere Spielvorschläge im Kopf haben und dich um das notwendige Material kümmern. Auch eine gute Teamarbeit spielt eine große Rolle. Die Jugendleiter-innen, die nicht die Spielleiter-in sind, sollten auf jeden Fall mitspielen, da die Spielenden so nicht das Gefühl haben beobachtet zu werden, außerdem fördert es auch die Gemeinschaft untereinander. Nebenbei sollten die anderen Jugendleiter*innen sich auch um das Umfeld kümmern, was bedeutet das Spielgeschehen zu beobachten, sich um Außenseiter oder Neue zu kümmern, …
Spieleerklärung
Das Wichtigste bei einer Spielerklärung ist, dass es nur einen Spielleiter oder eine Spielleiterin gibt, welcher das Spiel erklärt. Sonst kommt es sehr schnell zum Chaos und niemand versteht etwas. Wenn du ein Spiel erklärst, solltest du das Regelwerk in eine Geschichte packen. Das macht es spannender, die Motivation steigt und die Spielidee wird gerade von Kindern besser verstanden. Bei komplizierten Abläufen demonstriere mit eine-m/-r Teilnehmer*in das Spiel oder spiele es das erste Mal in »Zeitlupe« durch. Beginne mit der Erklärung einfacher Regeln. Wenn du merkst, dass diese von allen Mitspieler/n-innen verstanden wurden, erkläre die schwierigeren. Wähle deinen Standpunkt so, dass dich alle Teilnehmer-innen gut sehen und verstehen können.
Lasse bei der Erklärung oder auch während des Spiels ruhig Veränderungen des Regelwerks zu, pass jedoch auf, dass du immer die Leitung behältst. Bei der Gruppeneinteilung achte darauf, dass du gleichstarke Gruppen wählst. Achte auf die Sicherheit der Teilnehmer*innen (Platzbeschaffenheit, Belastbarkeit der Teilnehmer-innen). Unterbreche die Spiele bevor sie langweilig werden, ebenso solltest du Abweichungen von der Planung, aber auch Verlängerungen oder Wiederholungen zulassen, je nachdem wie deine Gruppe mitmacht.
Probleme, die es geben kann
Gewinner-Verlierer-Situation:
Es kommt zur Enttäuschung einzelner Mitspieler*innen und zum Frust.
Achte auf die Ausgeglichenheit der Spieler*innen, indem du gleich starke Gruppen bildest und deine Spiele unterschiedliche Anforderungen an die Spieler-innen haben. Bevorzuge vor allem Spiele, bei denen es keine Sieger*innen und Verlierer-innen gibt.
Keine Motivation-Situation:
Wie schon erwähnt, ist deine Rolle als Spielleitung sehr wichtig. Wenn du keine Lust auf die Spiele hast und dieses durch deine Unmotivation zeigst, haben auch die Teilnehmer-innen ganz schnell keine Lust mehr und das Spiel misslingt. Gehe also immer motiviert an ein Spiel heran oder mache lieber ein anderes Spiel, etwas ganz anderes oder suche eine(n) anderen Jugendleiter*in, der/die das Spiel leitet. Grundsätzlich bringen die Teilnehmer-innen ihren eigenen Charakter mit in das Spiel ein, was zu Problemen in der Gruppe führen kann (Ungeduld, geringe Frustrationstoleranz, …).
Ein Lösungsansatz bei Konflikten im Team und /oder mit einzelnen Gruppenmitgliedern – welche Art der Kommunikation ist zu wählen: die Moderation
Die Moderation soll dafür sorgen, dass die gemeinsamen Entscheidungen des Teams gleichberechtigt, in einer angemessenen Zeit und demokratisch getroffen werden können. Außerdem soll sie die Kreativität in der Gruppe fördern und soziale Strukturen festigen. Darüber hinaus hat Moderation die Aufgabe, verschiedene Wissens- und Erfahrungsfelder, die die einzelnen Teilnehmer*innen einbringen, zusammenzufassen und zu einem möglichst guten Ergebnis zu formen.
Moderation funktioniert ohne festgesetzte Hierarchien. Moderation ist das Führen von Gleichgestellten. Moderation fordert Kenntnisse über den Umgang mit Menschen, damit Zusammenarbeit und Leistungsfähigkeit von Gruppen gefördert werden können. Dazu sind Methoden zur Motivation und Koordination der Gruppe nötig. Moderation zeichnet sich zudem meist durch seine zeitliche Beschränkung aus. Sie dauert so lange, bis ein festgesetztes Ziel erreicht oder ein Problem gelöst ist. Auch der Moderator oder die Moderatorin haben so eine befristete Rolle; sie können aus einer festen Gruppe kommen und bei der nächsten Zielsetzung von einer anderen Person abgelöst werden.
Die Rolle des Moderators/der Moderatorin
Als Moderator*in bist du dafür verantwortlich…
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