Motivation
Ein wichtiges Thema, aber oftmals auch ein gewisser Mythos. Andere mitzureißen und für etwas zu motivieren, ist eine Kunst, die sehr entscheidend, aber manchmal auch sehr schwer ist. Wie motiviere ich mich als Jugendleiter-in selbst? Was tue ich gegen Frustrationen? Es wird immer Dinge geben, die in deiner Arbeit gut laufen, und Dinge, die schlecht laufen. Die einen motivieren uns, die anderen führen zu Frustrationen. Mit beiden muss man lernen umzugehen. Das Geheimnis ist, die Dinge herauszufinden, die einen motivieren, und gezielt die Situation so zu verändern versuchen, dass man besser motiviert ist. Frustrationen versucht man natürlich zu vermeiden. Aber wenn es dann doch einmal passiert, muss man sie nicht unbedingt nur auf sich selbst beziehen, und kann sie auch als Ansporn ansehen es das nächste Mal besser zu machen.
Wie motiviert man andere?
Es gibt ein paar Faktoren, die dir helfen können, andere zu motivieren.
Konfliktlösung
Wo Menschen zusammenleben, gibt es immer mal wieder Auseinandersetzungen, Streit oder eben Konflikte. Das ist einfach so und auch nichts Negatives. Die Menschen haben unterschiedliche Sichtweisen der Dinge und auch unterschiedliche Ziele. Diese treffen innerhalb einer Gruppe aufeinander und führen somit manchmal zu Interessenkonflikten.
Wichtig ist, dass du von deiner Einstellung so an die Sache herangehst, dass ein gelöster Konflikt etwas Positives ist und Konflikte etwas ganz Normales sind.
Konfliktfähigkeit
Konfliktfähigkeit meint die Fähigkeit, mit Konflikten souverän umgehen zu können. Worin besteht genau diese Fähigkeit?
und entsprechend handeln.
Um mit Konflikten souverän und angemessen umgehen zu können, ist es notwendig, anhand dieser Punkte, die Situation genau zu analysieren. Dies ist der erste Schritt zur Lösung eines Konfliktes.
Schritte zur Lösung eines Konfliktes
1. Jede*r stellt seine Position klar
Die Konfliktpartner-innen sagen offen, was sie stört, welche Sicht der Dinge sie haben. Wichtig dabei ist, dass jede-r der/ dem Anderen zuhört und das Gesagte stehen lässt. Das klingt erst einmal banal. Oft ist es in einem Konflikt bis zu diesem Zeitpunkt aber nicht dazu gekommen, dass offen gesagt wird, was stört. Man hat zwar gemerkt, dass es Differenzen gibt, aber noch nicht darüber geredet.
2. Ziele formulieren/Lösungsvorschläge sammeln
Jede Konfliktpartei soll dann sagen, was aus ihrer Sicht für sie bei diesem Konflikt am Ende herauskommen soll, wie der Konflikt gelöst werden kann. Die Lösungsvorschläge sollten gesammelt und festgehalten werden.
3. Die Lösungsvorschläge überprüfen
Als Nächstes schaut man sich die Vorschläge zur Lösung des Konfliktes ganz genau an. Bei jedem Vorschlag sagen die Konfliktparteien, ob es ein für sie realistischer oder unrealistischer Vorschlag zur Lösung ist. So werden die unrealistischen Vorschläge aussortiert und die realistischen bleiben übrig. Sollte kein realistischer Vorschlag übrigbleiben, muss man wieder in Phase 3 zurückgehen und nochmals Vorschläge sammeln. Ein Konflikt kann nur befriedigend gelöst werden, wenn dabei jede Partei etwas gewinnt und gleichzeitig auch etwas verliert bzw. etwas für die Lösung tun muss.
4. Wege zur Umsetzung des Lösungsansatzes suchen
Wenn ein oder sogar mehrere mögliche Wege für die Lösung gefunden werden konnten, sollen die Konfliktparteien nun gemeinsam überlegen, welche Dinge notwendig sind, um diesen Weg in die Tat umzusetzen. Was soll ganz konkret getan werden, um die jeweiligen Ziele verwirklichen zu können? Je konkreter dieser Weg beschrieben ist, desto besser.
5. Umsetzung
Der nächste Schritt ist, den beschriebenen Weg zur Konfliktlösung aufzunehmen. Das kann z.B. in Form von Verhaltensänderungen oder durch die Befolgung bestimmter Regeln im gemeinsamen Umgang passieren. Gemeinsam probiert man aus, wie die vereinbarten Regeln umsetzbar sind.
6. Überprüfung der Umsetzung der Konfliktlösung
Der nächste Schritt ist, den beschriebenen Weg zur Konfliktlösung aufzunehmen. Das kann z.B. in Form von Verhaltensänderungen oder durch die Befolgung bestimmter Regeln im gemeinsamen Umgang passieren. Gemeinsam probiert man aus, wie die vereinbarten Regeln umsetzbar sind.
Dies ist ein Modell zur Lösung von Konflikten, das sehr ausführlich beschreibt, wie man vorgehen sollte. Es wird schwierig sein, dieses Modell eins-zu-eins in deiner Jugendgruppe umzusetzen. Dazu bedarf es einer Menge Disziplin und der Bereitschaft, sich darauf einzulassen. Beide Voraussetzungen sind allerdings nicht immer vorhanden, was die Konfliktlösung erschwert. Allerdings gibt es kaum eine Alternative dazu, wenn in einem Konflikt nicht eine Person/Partei nachgeben soll. Gelingt es, dieses Modell anzuwenden und dabei den Konflikt zu lösen, werden beide Konfliktparteien oder/und die Gruppe gestärkt aus der brenzligen Situation herausgehen. Man geht anders miteinander um und kann sich besser in die/den Anderen hineinversetzen, da man durch die Konfliktlösung eine Menge über die Wünsche, Bedürfnisse und Sichtweisen der/des Anderen erfahren hat. Somit lohnt sich die Mühe, die so ein Weg der Konfliktlösung mit sich bringt.
DEEP DIVE MOTIVATION:
DEEP DIVE KONFLIKTLÖSUNG:
Version 3.3.19